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Wagyus sind überwiegend schwarze, manchmal auch rote und dunkelbraune Fleischrinder. Ihr Fell ist glatt und kurz. Die Bullen erreichen ein Gewicht von bis zu einer Tonne. Die Kühe sind mit rund 450 bis 600 Kilogramm viel leichter. Die Schulter der Tiere ist gut ausgebildet, die Hinterhand deutlich gewinkelt. Wagyus besitzen einen harmonischen, mittelrahmigen Körperbau und sind in der Regel gehörnt, wobei es auch vereinzelt genetisch hornlose Tiere gibt. Die Grösse entspricht in etwa dem eines Angus-Rinds.
Rein äusserlich ist an dem Wagyu nichts Besonderes. Es sieht aus wie ein herkömmliches Fleischrind und es verhält sich auch so. Dass das Wagyu einen Sonderstatus innerhalb der Fleischrinder einnimmt, liegt an seinem lebhaft marmorierten Fleisch und dem damit verbundenen Geschmack. Das Fleisch ist aufgrund seines hohen Fettgehalts eher rosa als rot. Die spezielle Art der Fetteinlagerung verdankt das Wagyu seiner rasseeigenen Genetik. Dass das Wagyu so weitreichend bekannt ist, verdankt es auch seinem kultartigen Status. Feinschmecker aus aller Welt schätzen das zarte, saftige Fleisch und halten es sogar für das beste auf dem Markt. Wagyu-Fleisch zählt zu den exklusivsten und teuersten Nahrungsmitteln. Je höher der Marmorierungsgrad, desto mehr kostet das Fleisch.
Bei den Kobe-Rindern handelt es sich um Wagyus. Bei einem Wagyu handelt es sich hingegen nicht zwangsläufig um ein Kobe. Kobe und Wagyu sind Fleischrinder. Die Herkunft beider Varianten ist Japan. Der Name Wagyu heisst ins Deutsche übersetzt „japanisches Rind“. Wagyus, die direkt aus der Region Kobe stammen, sind Kobe-Rinder. Bei den Rindern, die in der Region leben, handelt es sich wiederum eigentlich um Tajima-Rinder. Deren Vorfahren dienten einst als Arbeitstiere und kamen im Bergbau und auf den Reisfeldern zum Einsatz. Es gibt drei verschiedene Wagyu-Schläge, von denen das Japanese Black am häufigsten vorkommt:
Seinen unverwechselbaren, satten und vollen Geschmack verdankt das Rindfleisch seiner Fettverteilung. Das Fett ist weder als Strang noch punktuell im Fleisch vorhanden, sondern es durchzieht die gesamte Struktur gleichmässig mit feinen Äderchen. Der Fettanteil im Muskelfleisch beträgt beim Wagyu bis zu 40 Prozent. Dadurch lockert sich das Bindegewebe und das Fleisch erhält eine unvergleichlich zarte Konsistenz. Fett ist gleichzeitig ein wichtiger Geschmacksträger. Da das Fett das gesamte Muskelfleisch in feinen Adern durchzieht, erhält dieses ein einzigartiges Aroma. Schmackhaft ist am Wagyu vom Steak bis zum Braten alles. Das ist der grosse Unterschied zum Fleisch anderer Rinderrassen.
Viele Menschen besitzen die Angewohnheit, den Fettrand vom Rindfleisch zu schneiden. Sie tun das häufig auch aus gesundheitlichen Gründen, denn tierisches Fett treibt den Cholesterinwert in die Höhe. Beim Wagyu ist das etwas anders. Das Fett verbessert hier nicht nur den Geschmack, sondern enthält viele gesunde Bestandteile. Es ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Das Fleisch zählt zu den cholesterinarmen Lebensmitteln und versorgt den Körper mit zahlreichen Nährstoffen. Der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist bis zu 50 Prozent höher als bei anderen Rinderrassen.
Wagyu Rinder leben in der Mutterkuhhaltung. Das heisst, die Kälber bleiben nach der Geburt bei der Mutterkuh und verbringen gemeinsam mit ihr und zumeist auch mit dem Vaterbullen das Leben im Herdenverband auf der Weide. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Wagyus und viele andere Fleischrinder vom Milchvieh. Hier ist es üblich, das Kalb kurz nach der Geburt von der Mutter zu trennen. Das Wagyu verdankt seine hohe Fleischqualität auch dieser besonderen Form der Aufzucht. In der Präfektur Hyogo selbst, also in und bei Kobe, leben die Wagyus zwischen acht und zwölf Monate im Freiland und fressen hier nur Gras. Die folgenden 20 Monate verbringen sie im Offenstall und konsumieren ein spezielles Kraftfutter. Jeder Züchter nutzt seine eigene Geheimrezeptur. Das Futter besteht zumeist aus Biertreber-Silage, Gerste, Seegras, Weizenkleie, Mais, Soja und Reisstroh.
Das Fleisch der Wagyus ist Grundlage für vielerlei Gerichte. Am bekanntesten ist Steak. Jeder Happen schmilzt förmlich im Mund. Dazu serviert der Japaner traditionell Saucen, beispielsweise mit Soja und Zitrus. Für dein Wagyu-Fleisch benötigst du wenige Gewürze. Zumeist reicht etwas Salz und Pfeffer vollkommen aus. Natürlich gibt es auch raffinierte Rezepte mit exotischen Gewürzkombinationen und Marinaden. Folgende Gerichte schmecken mit dem Beef vom Wagyu besonders lecker:
Ein leckerer Gänsebraten, die Putenbrust in Senfsosse oder ein knackiger Hähnchenschenkel schmecken frisch zubereitet am besten. Nicht immer ist jedoch Zeit, das Poulet frisch zu kaufen. Alternativ kannst du das Geflügelfleisch auch einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Bei dem empfindlichen Fleisch gilt es jedoch einiges zu beachten. Wie du Poulet richtig auftaust, damit der Geschmack erhalten bleibt, erfährst du in unserem Ratgeber. Ausserdem geben wir dir Tipps und Infos zur optimalen Auftauzeit und zum richtigen Auftauort. Wir verraten dir zudem, welche Fehler du beim Auftauen unbedingt vermeiden solltest und warum die Mikrowelle nicht geeignet ist.
Sie ist Hauptbestandteil eines klassischen Ragout fins, sie schmeckt in Butter gebraten, aber auch gedünstet zusammen mit Kartoffeln oder getrüffeltem Kartoffelpüree; Madeirasosse passt zu ihr genauso gut wie eine Pfeffersosse: Milke beziehungsweise Kalbsbries ist eine besondere und hochwertige Spezialität, die du auf vielfältige Art und Weise zubereiten kannst. In unserem Ratgeber erfährst du, was Milke überhaupt ist, wie du sie vorbereiten musst und wie du sie schnell anbraten kannst. Ausserdem verraten wir dir ein schmackhaftes Ragout fin-Rezept mit Milke.
In Amerika, aber auch in europäischen Ländern und in der Schweiz, ist Pastrami eine beliebte Fleischspezialität. Am besten schmeckt sie in geräucherten und dünnen Scheiben auf Brot oder einem Sandwich. Seinen Ursprung hat Pastrami in Rumänien. Von dort gelangte sie im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten. Im Rumänischen steht „Pastrama“ oder „Pastra“ für Konserviertes und Eingelegtes.
Pulled Chicken ist ein Liebling der Streetfood-Szene. Durch die Food-Trucks kam kreativeres Fingerfood für das Znüni, die Mittagszeit oder den Apéro. Damit dir die kalorienärmere Variante zum Klassiker Pulled Pork gelingt, brauchst du Zeit. Dabei ist es egal, ob du das Poulet im Slow Cooker, Smoker, Grill oder Backofen zubereitest. Auf die richtigen Zutaten kommt es an: hochwertige Pouletbrust oder -schenkel, Rub (Gewürzmischung), niedrige Temperatur. Das Ergebnis ist so butterzart, dass du es mit der Gabel zerteilst. Du zauberst daraus Fingerfood vom Feinsten. Wir geben dir Tipps, worauf es beim Pulled Chicken ankommt und was du daraus machst.
Die über Feuer gegrillten zart-saftigen Rindfleischstücke mit der dicken Fettschicht machen Picanhas zu einer besonders geschmackvollen Fleischspezialität. Ihren Ursprung hat sie zwar in Südamerika, mittlerweile erfreut sie sich aber auch in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit. Was Picanha ist und worin es sich von Tafelspitz unterscheidet, darüber klärt dich unser Ratgeber auf. Ausserdem erfährst du, wie du die Rindshuftdeckel zubereiten kannst, was du dabei beachten solltest und wie das Rindfleisch serviert wird.
Früher galt die Theorie, dass ein gutes Steak immer aus den Teilstücken des Rindes geschnitten wird, die wenig bewegt werden, damit es sich zum Braten und Grillen eignet. Das bezog sich darauf, dass Fleisch mit weniger Muskelfasern zarter ist und sich selbst im rohen Zustand kauen lässt. Mittlerweile hat sich die Theorie jedoch geändert. Beliebte Steaksorten sind das Rib Eye oder das Flat Iron Steak. Diese stammen aus Bereichen, die stark vom Tier bewegt werden. Das betrifft Nacken und Schulter, bei denen sich eine gute Fettmarmorierung ergibt, die den Genuss verfeinert.