Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Das sogenannte Bürgermeisterstück wird auch als Frauenschuh oder Pastorenstück bezeichnet. Charakteristisch ist die markante Form, die an eine Haifischflosse erinnert. So beliebt ist dieses Fleischstück vom Rind, da es beinahe ausschliesslich aus Muskelfleisch besteht. Daher ist es besonders zart und eignet sich für viele Gerichte. Seinen Namen verdankt das Bürgermeisterstück der Tatsache, dass es aufgrund seines hohen Preises einst den wichtigsten Personen eines Ortes, beispielsweise dem Bürgermeister, vorbehalten war. Du kannst das Bürgermeisterstück schmoren, braten oder auch zu Geschnetzeltem verarbeiten. Das markante Fleischstück wurde in den 1950er Jahren in den USA eher durch Zufall von einem Metzger entdeckt. Heute gilt es als eine Delikatesse, die du unbedingt einmal probieren solltest. Dabei ist es nicht nur lecker, sondern auch gesund und enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Omega-6-Fettsäuren, Vitamin B3, B5, B6 und B12.
Das Tri Tip Steak, wie das Bürgermeisterstück auch bezeichnet wird, lässt sich hervorragend auf dem Grill zubereiten. Das Fleischstück, das für gewöhnlich zwischen 750 und 1.000 Gramm wiegt, ist eine beliebte Alternative zum etwas teureren Tafelspitz oder dem Rinderfilet. Um das Fleischstück zu grillen, ölst du es kräftig ein und salzt es. Dann gibst du es kurz auf den Grill, damit sich Röstaromen entwickeln. Lass es dann kurz ruhen und grille es danach bei indirekter Hitze so lange weiter, bis eine Kerntemperatur zwischen 54 und 56 Grad Celsius erreicht wird. So ist das Fleisch perfekt zubereitet und hat innen noch einen rosa Kern. Das Fleisch schneidest du nun quer zur Faser in einzelne Teilstücke und kannst es auch schon servieren. Wichtig beim Grillen: Nimm das Fleisch einige Stunden vorher aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur erlangt.
Auch die klassische Art der Zubereitung ist gut für das Bürgermeisterstück geeignet. Ähnlich wie jeden anderen Braten, brätst du das Fleischstück zunächst in der Pfanne kräftig an. Nimm das Fleisch dann heraus und heize den Backofen schon einmal vor. Nun gibst du Gemüse deiner Wahl wie Zwiebeln, Sellerie oder Karotten in die Pfanne und brätst sie ebenfalls an. Gib etwas Tomatenmark hinzu und lösche das Ganze mit Rotwein oder Gemüsebrühe ab. Als Gewürze eignen sich Wacholderbeeren, Lorbeer und Thymian. Gib das Fleischstück gemeinsam mit dem Gemüse in einen Bräter und lass das Ganze bei etwa 150 Grad Celsius für mindestens drei Stunden schmoren. Während dieser Zeit solltest du das Fleisch mehrmals wenden. Ist das Fleisch gar, nimm es heraus und stell eine Sosse her, indem du das Gemüse durch ein Sieb streichst. Fertig ist dein perfekter Sonntagsbraten.
Möchtest du das Bürgermeisterstück kurz braten, kannst du auch Steaks aus dem Fleisch herstellen. Echte Fleischkenner nennen es sogar in einem Atemzug mit dem Rumpsteak oder dem Rib Eye Steak. Du solltest dir aber bewusst sein, dass Steaks aus dem Bürgermeisterstück nie so zart sind wie ein Rinderfilet. Dafür ist das Bürgermeisterstück mit einer feinen Marmorierung versehen und begeistert mit einem unvergleichlichen Geschmack. Als Alternative zum Rumpsteak ist es daher unbedingt zu empfehlen.
Welche Beilagen du zum Bürgermeisterstück servierst, hängt von der Zubereitungsart ab. Möchtest du das Fleisch grillen, entscheide dich für typische Zutaten wie Knoblauchbrot, Maiskolben oder Kräuterbutter. Servierst du dein Fleisch als Sonntagsbraten, kannst du klassische Beilagen wie Kartoffeln, Knödel oder auch Nudeln nehmen. Hervorragend passen zum rustikalen Fleischstück auch Pommes aus Süsskartoffeln, die du ganz einfach selbst herstellen kannst.
Auch der Tafelspitz stammt aus der Rinderkeule. Allerdings eignet sich dieses Fleischstück eher weniger zum Braten, da es schnell sehr trocken wird. Vielmehr sollte Tafelspitz in nur leicht simmerndem Wasser gar ziehen. Die klassische Beilage zum Tafelspitz sind Saucen mit Meerrettich. Als Beilage eignen sich Röst-, Salz- oder Bratkartoffeln.
Neben den vorgenannten Zubereitungsarten des Bürgermeisterstückes kannst du das Fleisch auch marinieren. Folgende Gewürze machen es zu einer echten Delikatesse:
Mische diese Zutaten mit etwas Öl und reibe das Fleisch damit gründlich ein. Nun kannst du es auf den Grill legen oder im Ofen zubereiten. Echte Fleischliebhaber aber verzichten auf alle Gewürze oder Kräuter und würzen das Bürgermeisterstück nur mit Fleur de Sel und ein wenig Pfeffer.
Du suchst ein klassisches Rezept für deine Gäste oder den perfekten Sonntagsbraten? Dann bist du mit einem Rinderbraten auf der sicheren Seite. Serviert mit Knödeln und Rotkohl, ist ein saftiger Rinderbraten das perfekte Essen. Natürlich gibt es unzählige Rezepte und Saucenvarianten. In der Regel wird der Rinderbraten zuerst scharf angebraten und dann im Backofen zu Ende geschmort. Dabei ist es wichtig, dass du die Kerntemperatur des Rinderbratens beachtest. Nur dann wird dein Fleisch zart und nicht zäh.
Ob Rindfleisch oder Geflügel – Fleisch ist ein ganz besonderes Lebensmittel. Damit wir saftige Steaks grillen, mit Hackfleisch leckere Sossen kreieren oder Gulasch kochen können, musste ein Tier sein Leben lassen. Umso verständlicher ist es, dass wir die kurze Haltbarkeit von frischem Fleisch gerne verlängern wollen. In seiner Verpackung im Kühlschrank hält sich Fleisch meist nur ein paar Tage und muss schnell verarbeitet werden. Anders ist das bei der Lagerung im Tiefkühler. Bei frostigen Temperaturen lässt sich frisches Fleisch mehrere Monate aufbewahren, selbst wenn es im frischen und unverarbeiteten Zustand eingefroren wurde.
Fleisch aus der Rinderhüfte ist mager und zart, weist jedoch eine gute Fettmarmorierung auf. Es eignet sich entsprechend hervorragend für gekochte, geschmorte und gegarte Gerichte und wird als Tafelspitz oder Siedfleisch bezeichnet. In Österreich gibt es mit Tafelspitz ein traditionelles Gericht, das in Brühe gegartes Fleisch enthält und mit Apfel- oder Semmelkren serviert wird. Tafelspitz ist aber auch bei anderen Gerichten eine gute Wahl und ergibt einen leckeren Schmorbraten oder zartes Pulled Beef. Alles Wichtige zum Tafelspitz erfährst du hier.
Geschichtlich gesehen zählt das Kochen der Blutwurst zu einem der ältesten Herstellungsverfahren von Wurst. Sogar Homer berichtet schon davon in seiner Odyssee. Anders als bei Leberwurst oder anderen Würsten, wird bei der Blutwurst sogar das Blut des Tieres verarbeitet. Die Bestandteile der Kochwurst sind Schweinefleisch, Blut, Speck, Schwarte und Gewürze. Alternativ wird die Wurst auch als Rot- oder Schwarzwurst bezeichnet. Es empfiehlt sich, frische Blutwurst beim lokalen Fleischer zu kaufen, da du dich hier auf Qualität und Geschmack verlassen kannst.
Früher galt die Theorie, dass ein gutes Steak immer aus den Teilstücken des Rindes geschnitten wird, die wenig bewegt werden, damit es sich zum Braten und Grillen eignet. Das bezog sich darauf, dass Fleisch mit weniger Muskelfasern zarter ist und sich selbst im rohen Zustand kauen lässt. Mittlerweile hat sich die Theorie jedoch geändert. Beliebte Steaksorten sind das Rib Eye oder das Flat Iron Steak. Diese stammen aus Bereichen, die stark vom Tier bewegt werden. Das betrifft Nacken und Schulter, bei denen sich eine gute Fettmarmorierung ergibt, die den Genuss verfeinert.
Rindfleisch, besonders die hochwertigen Teile vom Rind, sind Bestandteil vieler Traditionsgerichte. Als Zürcher Geschnetzeltes, als Barbecue Steak oder als Hackbraten zubereitet, kommt die Rindernuss auf den Tisch. Woher stammt dieses Stück Rindfleisch? Wie gesund ist es, und welche Zubereitung macht die Fleischstücke zu einem Gourmet-Erlebnis? Wir schauen uns die wichtigsten Fragen rund um die Sahnestücke vom Rind einmal näher an.