Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Metzger in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Bürgermeisterstück: Das besondere Stück vom Rind

Bürgermeisterstück: Das besondere Stück vom Rind

Hast du schon einmal etwas vom Bürgermeisterstück gehört? Hierbei handelt es sich um ein recht grosses Fleischstück, das aus der Keule vom Rind stammt. Du kannst es als Braten im Backofen oder im Sommer auf dem Grill zubereiten. Auch zu Geschnetzeltem lässt sich das auch Pastorenstück genannte Fleisch verarbeiten. Und wenn du eine Alternative zum Tafelspitz suchst, ist das Bürgermeisterstück willkommen, denn es ist etwas preisgünstiger.

Was ist das Bürgermeisterstück?

Das sogenannte Bürgermeisterstück wird auch als Frauenschuh oder Pastorenstück bezeichnet. Charakteristisch ist die markante Form, die an eine Haifischflosse erinnert. So beliebt ist dieses Fleischstück vom Rind, da es beinahe ausschliesslich aus Muskelfleisch besteht. Daher ist es besonders zart und eignet sich für viele Gerichte. Seinen Namen verdankt das Bürgermeisterstück der Tatsache, dass es aufgrund seines hohen Preises einst den wichtigsten Personen eines Ortes, beispielsweise dem Bürgermeister, vorbehalten war. Du kannst das Bürgermeisterstück schmoren, braten oder auch zu Geschnetzeltem verarbeiten. Das markante Fleischstück wurde in den 1950er Jahren in den USA eher durch Zufall von einem Metzger entdeckt. Heute gilt es als eine Delikatesse, die du unbedingt einmal probieren solltest. Dabei ist es nicht nur lecker, sondern auch gesund und enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Omega-6-Fettsäuren, Vitamin B3, B5, B6 und B12.

Wie kann ich das Bürgermeisterstück grillen?

Das Tri Tip Steak, wie das Bürgermeisterstück auch bezeichnet wird, lässt sich hervorragend auf dem Grill zubereiten. Das Fleischstück, das für gewöhnlich zwischen 750 und 1.000 Gramm wiegt, ist eine beliebte Alternative zum etwas teureren Tafelspitz oder dem Rinderfilet. Um das Fleischstück zu grillen, ölst du es kräftig ein und salzt es. Dann gibst du es kurz auf den Grill, damit sich Röstaromen entwickeln. Lass es dann kurz ruhen und grille es danach bei indirekter Hitze so lange weiter, bis eine Kerntemperatur zwischen 54 und 56 Grad Celsius erreicht wird. So ist das Fleisch perfekt zubereitet und hat innen noch einen rosa Kern. Das Fleisch schneidest du nun quer zur Faser in einzelne Teilstücke und kannst es auch schon servieren. Wichtig beim Grillen: Nimm das Fleisch einige Stunden vorher aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur erlangt.

Wie erfolgt die Zubereitung im Backofen?

Auch die klassische Art der Zubereitung ist gut für das Bürgermeisterstück geeignet. Ähnlich wie jeden anderen Braten, brätst du das Fleischstück zunächst in der Pfanne kräftig an. Nimm das Fleisch dann heraus und heize den Backofen schon einmal vor. Nun gibst du Gemüse deiner Wahl wie Zwiebeln, Sellerie oder Karotten in die Pfanne und brätst sie ebenfalls an. Gib etwas Tomatenmark hinzu und lösche das Ganze mit Rotwein oder Gemüsebrühe ab. Als Gewürze eignen sich Wacholderbeeren, Lorbeer und Thymian. Gib das Fleischstück gemeinsam mit dem Gemüse in einen Bräter und lass das Ganze bei etwa 150 Grad Celsius für mindestens drei Stunden schmoren. Während dieser Zeit solltest du das Fleisch mehrmals wenden. Ist das Fleisch gar, nimm es heraus und stell eine Sosse her, indem du das Gemüse durch ein Sieb streichst. Fertig ist dein perfekter Sonntagsbraten.

Wie bereite ich Steaks zu?

Möchtest du das Bürgermeisterstück kurz braten, kannst du auch Steaks aus dem Fleisch herstellen. Echte Fleischkenner nennen es sogar in einem Atemzug mit dem Rumpsteak oder dem Rib Eye Steak. Du solltest dir aber bewusst sein, dass Steaks aus dem Bürgermeisterstück nie so zart sind wie ein Rinderfilet. Dafür ist das Bürgermeisterstück mit einer feinen Marmorierung versehen und begeistert mit einem unvergleichlichen Geschmack. Als Alternative zum Rumpsteak ist es daher unbedingt zu empfehlen.

Was sind passende Beilagen zum Pastorenstück?

Welche Beilagen du zum Bürgermeisterstück servierst, hängt von der Zubereitungsart ab. Möchtest du das Fleisch grillen, entscheide dich für typische Zutaten wie Knoblauchbrot, Maiskolben oder Kräuterbutter. Servierst du dein Fleisch als Sonntagsbraten, kannst du klassische Beilagen wie Kartoffeln, Knödel oder auch Nudeln nehmen. Hervorragend passen zum rustikalen Fleischstück auch Pommes aus Süsskartoffeln, die du ganz einfach selbst herstellen kannst.

Was ist der Unterschied zum Tafelspitz?

Auch der Tafelspitz stammt aus der Rinderkeule. Allerdings eignet sich dieses Fleischstück eher weniger zum Braten, da es schnell sehr trocken wird. Vielmehr sollte Tafelspitz in nur leicht simmerndem Wasser gar ziehen. Die klassische Beilage zum Tafelspitz sind Saucen mit Meerrettich. Als Beilage eignen sich Röst-, Salz- oder Bratkartoffeln.

Welche weiteren Tipps für das Bürgermeisterstück sind nützlich?

Neben den vorgenannten Zubereitungsarten des Bürgermeisterstückes kannst du das Fleisch auch marinieren. Folgende Gewürze machen es zu einer echten Delikatesse:

  • Rosmarin
  • Majoran
  • Thymian
  • Paprikapulver
  • Knoblauchpulver
  • etwas Vanille

Mische diese Zutaten mit etwas Öl und reibe das Fleisch damit gründlich ein. Nun kannst du es auf den Grill legen oder im Ofen zubereiten. Echte Fleischliebhaber aber verzichten auf alle Gewürze oder Kräuter und würzen das Bürgermeisterstück nur mit Fleur de Sel und ein wenig Pfeffer.

Der Metzgereivergleich für die Schweiz. Finde die besten Metzger in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Fondue chinoise Fleisch: Ein zartes Stück für das traditionsreiche Garvergnügen

An kalten Wintertagen, zu Silvester oder Weihnachten, versammeln sich Freunde oder Familie rund um den heissen Topf: Fondue chinoise ist im Winter ein beliebtes Traditionsessen. Saftige Fleischstücke in einer aromatischen Brühe gegart, dazu frische und knusprige Beilagen: Dabei läuft den Fondue-Fans das Wasser im Munde zusammen. Wie bereite ich das Fleisch für das beliebte Fondue vor, welche Saucen und weitere Zutaten passen dazu und welches Fleisch brauche ich überhaupt fürs fernöstliche Fondue? Wir schauen uns diese und andere Fragen einmal näher an.

Pulled Chicken: Die zarteste Versuchung, seit es Poulet gibt

Pulled Chicken ist ein Liebling der Streetfood-Szene. Durch die Food-Trucks kam kreativeres Fingerfood für das Znüni, die Mittagszeit oder den Apéro. Damit dir die kalorienärmere Variante zum Klassiker Pulled Pork gelingt, brauchst du Zeit. Dabei ist es egal, ob du das Poulet im Slow Cooker, Smoker, Grill oder Backofen zubereitest. Auf die richtigen Zutaten kommt es an: hochwertige Pouletbrust oder -schenkel, Rub (Gewürzmischung), niedrige Temperatur. Das Ergebnis ist so butterzart, dass du es mit der Gabel zerteilst. Du zauberst daraus Fingerfood vom Feinsten. Wir geben dir Tipps, worauf es beim Pulled Chicken ankommt und was du daraus machst.

Nierenzapfen: Das wenig bekannte Stück vom Rind

In der modernen Küche setzt sich die Nachhaltigkeit als Trend zunehmend durch. Davon profitiert ein Stück Rindfleisch, das in den letzten Jahrzehnten eher stiefmütterlich behandelt wurde: der Nierenzapfen oder Herzzapfen. Was hat es mit diesem unbekannten Muskelstück auf sich, wie gelingt die Zubereitung und was serviert man zum fertigen Steak? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Fragen rund um den Geheimtipp vom Rind.

Hackfleisch einfrieren: Infos, Haushaltstipps und Tricks

Für einen leckeren Hackbraten, für Frikadellen oder Spaghetti Bolognese benötigst du als wichtige Zutat Hackfleisch. Wer kein frisches Hack zur Hand hat, kann auch auf Tiefgefrorenes zurückgreifen. Beim Einfrieren und Auftauen des empfindlichen Fleisches können jedoch einige Fehler passieren. In unserem Ratgeber geben wir dir hilfreiche Tipps, wie du Hackfleisch richtig einfrierst und es wieder auftaust. Ausserdem erfährst du, wie lange sich Hackfleisch im Tiefkühlfach hält und was du beim Einfrieren von bereits gegartem Hack beachten solltest.

Kerntemperatur Kalbsbraten: So gelingt der saftige Braten mit dem perfekten Garzustand

Für viele Schweizer ist Kalbsbraten ein traditionelles Gericht, das gerne an Feiertagen, zu besonderen Anlässen oder auch als Sonntagsgericht serviert wird. Damit der Kalbsbraten den perfekten Garzustand erreicht und innen wie aussen schön saftig und zart ist, solltest du die Kerntemperatur bei der Zubereitung im Blick haben. Warum die Kerntemperatur so wichtig ist, wie du sie ermittelst und welche Kerntemperatur ein Kalbsbraten für den Verzehr haben sollte, erfährst du in unserem Ratgeber mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks. Ausserdem verraten wir dir ein leckeres Rezept für einen Kalbsrollbraten und wie du ihn mit passender Kerntemperatur zubereitest.

Fleischsorten: Die Tierart und die Farbe entscheiden

In unserem Kulturraum geniessen die Menschen unterschiedliche Fleischsorten. Schweinefleisch, Rindfleisch oder Kalbfleisch unterscheiden sich durch ihre Farben sowie durch ihre unterschiedliche Konsistenz. Ausserdem hat jede Fleischsorte einen anderen Gehalt an Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. In der Schweiz schätzen die Verbraucher heute in erster Linie Geflügel. Das weisse Fleisch ist reich an Vitaminen des B-Komplexes, Mineralstoffen und Spurenelementen wie Zink und Eisen. Aber auch Rindfleisch in allen Variationen konsumieren die Eidgenossen sehr gerne. Fleisch ist ein wichtiges Lebensmittel, das viele Nährstoffe liefert und zudem auf viele verschiedene Arten zubereitet und genossen wird. In diesem Ratgeber erfährst du mehr zu diesem Thema.