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Musculus Rectus femoris: Das ist der anatomische Name eines Rindfleisch, das zu den besonders edlen Teilen des Tiers gehört. Übersetzt bedeutet Stückes das ungefähr „gerader Muskel vom Oberschenkel“. Genau genommen, besteht die Rindernuss aus drei Teilen an der hinteren Keule:
Die drei Teile aus dem vorderen Teil der Rinderkeule werden in der Metzgerei einzeln angeboten oder als Ganzes unter dem Begriff Rindernuss zusammengefasst. Übrigens gibt es die Nuss auch vom Schwein und natürlich auch vom Kalb.
Der Unterschied zwischen Rindernuss und Rinderkugel ist geografischer Natur: Beides meint dieselben Fleischstücke vom Rind. Nuss ist der in der Schweiz und in Österreich geläufige Begriff, in Deutschland dagegen sagt man meistens Kugel. Mancherorts werden die edlen Stücke auch als Blume bezeichnet.
Die Fleischstücke der Nuss sind sehr zart und feinfaserig. Das wirkt sich nicht nur auf die Konsistenz positiv aus: Gerade die Kalbsnuss, die im Vergleich zu anderen Stücken wenig Fett enthält, ist eine Delikatesse. Das Rindfleisch selbst enthält Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Selen. Auch tierische Proteine sind reichlich vertreten. In Massen genossen, gilt mageres Rindfleisch als wertvolle Ergänzung zum ausgewogenen Speiseplan. Ob und wie gesund das fertige Gericht mit Rinderbraten ist, kommt auch auf die weiteren Zutaten und die Zubereitung an.
Braten oder schmoren, als Ganzes oder Geschnetzeltes: Es gibt viele Möglichkeiten, die edlen Stücke zuzubereiten. Als ganzes Stück kann die Nuss gebraten oder als Sauerbraten geschmort werden. Kleine Fleischstücke ergeben ein delikates Ragout oder ein traditionelles Fondue. Aus dünn geschnittenen Scheiben lassen sich exquisite Minutensteaks in der Pfanne zaubern.
Die einzelnen Teile der Nuss eignen sich in unterschiedlicher Weise für die verschiedenen Zubereitungsarten:
Wie lange die Kugel in die Pfanne oder auf den Grill kommt, entscheidet das gewählte Rezept beziehungsweise die Zubereitungsart. Minutensteaks sind, wie der Name schon sagt, die schnelle Variante fürs edle Fleischgericht. Genau wie ein Filet kann auch die Nuss vom Schwein mit der Methode des Niedergarens zubereitet werden: In diesem Fall hängt die Gardauer vor allem von der Kerntemperatur des Fleischs ab. Ob Fondue Chinoise, Geschnetzeltes oder Plätzli, Roastbeef oder Grillsteak: Die Zubereitungszeit kommt ganz auf das jeweilige Rezept an.
Die vielseitige Kugel kannst du für unterschiedlichste Zubereitung verwenden, und auch hier gibt es wieder eine breite Auswahl an Möglichkeiten. Vom ungarischen Gulasch über das Zürcher Geschnetzelte bis zum Fondue, vom zarten Minutensteak bis zum scharf gebratenen Barbecue Steak reicht die Auswahl. Einen orientalischen Touch hat das Gulasch, wenn du neben gebratenen Zwiebeln Kokosöl und Erdnüsse hineingibst. In Österreich kennt man auch die Zubereitung als Tafelspitz: Damit ist nicht das Fleischstück vom Schwanzansatz des Rindes gemeint, sondern das gleichnamige Gericht, traditionell mit Meerrettichsauce serviert. Dieses lässt sich auch mit der Kugel gut zubereiten. Zum im Ofen geschmorten Rotwein-Braten passen Bandnudeln oder Pasta. Aus der Kalbsnuss wird ein feines Curry-Geschnetzeltes mit delikaten Champignons. Dünn aufgeschnitten, gehört die Kalbsnuss zum klassischen Rezept des Vitello Tonnato, ein Antipasto aus der italienischen Küche. Hier wird die Kalbsnuss in Weisswein und Gemüse gekocht und anschliessend mit einer Thunfischsauce überzogen.
Im Rahmen einer gesunden Ernährung dürfen Gemüse und Salat neben dem feinen Stück Rindfleisch nicht fehlen. Die Auswahl ist gross, denn alle Küchen der Welt kennen verschiedenste Rezepte mit Rindernuss. Zum Klassiker Zürcher Geschnetzeltes passen ausserdem Reis oder Rösti. Das Roastbeef wird in England mit Yorkshire Pudding gegessen und schmeckt kalt genau wie Geflügel exzellent: zum Beispiel auf einem herzhaften Brot mit etwas Senf, Salz und Pfeffer. Zum Steak schmeckt ein Römersalat mit Radicchio, Parmigiano reggiano, Zwiebelsprossen und einem Dressing aus Worcestershire-Sauce, Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft. Dazu ein wenig Knoblauch, die Sauce abschmecken und eventuell etwas Zucker oder Reissirup zugeben. Zum Thurgauer Sauerbraten, geschmort und gebunden mit etwas Wasser plus Stärke in der delikaten Sauce, servierst du Knöpfli oder Bandnudeln, dazu einen leichten Rotwein.
Im Steakhaus ist die Bestellung eines Rib Eye Steaks gang und gäbe. In der Schweiz wird dieses Fleisch Hochrückensteak oder Hochrippe genannt. Serviert wird es in der Regel ohne den Knochen und ist geschmacklich markant und würzig. Dafür sorgen feine Fetteinlagen in guter Marmorierung. Das Fleisch bleibt beim Braten schön saftig und entwickelt ein einzigartiges Aroma.
Die Garstufen von Fleisch sind vor allem beim Rindfleisch ein Thema. Viele mögen ihr Steak am liebsten medium well. Diese Variante beschreibt Fleisch, das grösstenteils komplett durchgegart ist, aber noch einen rosa Kern hat. Die Kruste ist gut ausgebildet und es gibt garantiert keinen rohen (oder nicht garen) Fleischanteil mehr. Entscheidend für den Geschmack sind freilich immer die Qualität des Fleischs und daneben auch die Würze sowie die weitere Zubereitung. Auch ein Blick auf die anderen Garstufen von Fleisch lohnt sich in diesem Zusammenhang. Mehr dazu im folgenden Artikel.
In einer Blutwurst ist Blut enthalten, also ist in einer Zungenwurst Zunge, richtig? Falsch. In der Zungenwurst ist zumindest heute keine Zunge mehr enthalten. In früheren Jahren war das aber sehr wohl der Fall. Es handelt sich dabei um eine gerade Kochwurst, die es in verschiedenen Längen gibt und die ein Gewicht zwischen 250 und 500 Gramm hat. In diesem Text erfährst du alles, was es über die leckere Zungenwurst zu wissen gibt: welche Zutaten enthalten sind, wie sie hergestellt wird, wie sie entstanden ist und vieles mehr.
Normalerweise geht das Grillen von Bratwurst, Steak und Grillgemüse relativ schnell und entfaltet ein tolles Röstaroma. Für echte Grillliebhaber gibt es jedoch noch andere BBQ-Klassiker, die teils eine echte Herausforderung sind. Dazu gehört das Pulled Pork, ein zerfasertes und butterweiches Schweinefleisch, das gute zwanzig Stunden garen muss und dann auf einem Burger besonders gut schmeckt.
Separatorenfleisch ist eines jener Produkte aus der Lebensmittelindustrie, die nicht unumstritten sind. Von der Fleisch herstellenden und verwertenden Industrie als notwendig, wirtschaftlich und unbedenklich deklariert, sorgt es bei Verbrauchern, Verbraucherschützern und Gesundheitskontrolleuren teilweise für Unbehagen. Deshalb ist das Separatorenfleisch, das eine Art Universalrohstoff für diverse Fleischerzeugnisse darstellt, eines der am meisten regulierten und kontrollierten Produkte in der Lebensmittelindustrie. In der Fleischproduktion ist die Herstellung lange schon Usus. Verbraucher haben allerdings aufgrund der verschiedenen Deklarationen bei Fleischprodukten teilweise Probleme, die Zusammensetzung ihres Produktes zu erkennen. Was Separatorenfleisch gut oder schlecht macht, ist dabei auch eine Frage des eigenen Empfindens.
Im Chinarestaurant schmeckt Schweine- oder Rinderfleisch immer zart und saftig. Das liegt nicht immer an der Fleischqualität, sondern oft an den verwendeten Zutaten und Fleischzartmachern, die es auch im Supermarkt gibt. Sie werden als Gewürze angeboten, die das Fleisch mit oder ohne Zusatzstoffe zarter machen. Sie enthalten Salz, Zucker und ein Protein aus Gemüse oder Früchten, das Enzyme spaltet. Fleischzartmacher eignen sich hervorragend für Fleischsorten, die beim Braten durch ihre feste Faserstruktur zäh werden.