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Wird Fleisch, beispielsweise ein schönes Rumpsteak, medium well zubereitet, bedeutet dies im Wesentlichen, dass:
Medium well gegartes Fleisch steht dabei nur eine Garstufe unter well done, ist also fast komplett durch gebraten. Je nachdem, welche Teilstücke eines Rindes oder welches Tier generell verwertet wird, ist es mehr oder weniger sinnvoll, das Stück medium well zu braten. Schliesslich gibt es bestimmte Fleischsorten, die durch andere Garstufen geschmacklich mehr profitieren. Medium well bedeutet aber immer, dass du auf keinen Fall mehr rotes oder rohes Fleisch auf dem Teller hast. Für einige Menschen ist dies beim Fleischgenuss besonders wichtig. Wieder andere brauchen es möglichst rot und verschmähen das komplett durchgegarte Grillgut.
Insgesamt gibt es sechs Garstufen mit unterschiedlichen Kerntemperaturen bei Steaks, die auch auf andere Fleischsorten übertragbar sind (wenngleich es nicht empfehlenswert ist, Geflügel oder Schwein roh zu essen):
Die Gargrade sind für den persönlichen Geschmack und in der Gastronomie von Bedeutung. Es gibt Fleischesser, denen der rote Kern sehr wichtig ist und solche, die sich davor ekeln: Die Garstufe ist und bleibt Geschmackssache. Doch je nach Fleischart, ob nun Roastbeef, Rumpsteak oder Filetsteak, sind bestimmte Gargrade einfach vorteilhafter für die Geschmacksentwicklung. Gerade fettes Fleisch profitiert von einer guten Kruste, während Rinderfilet medium und medium well besonders zart sein kann.
Ob du deine Steaks medium well grillen solltest, hängt wohl von deinen Vorlieben und denen deiner Gäste ab. Bei Schweinefleisch und Geflügel solltest du allerdings zwingend darauf achten, dass der Kern nicht roh bleibt. Ansonsten ist alles erlaubt, was schmeckt. Beim Grillen auf dem offenen Grill ist es zudem, im Gegensatz zum recht kontrollierten Braten in einer auf 180 Grad Celsius erhitzten Pfanne, öfter der Fall, dass Fleisch durchgebraten wird. Das liegt an den hohen Temperaturen und teilweise auch am Kontext eines gemütlichen Grillfestes.
Ob ein Stück Fleisch medium well ist oder eine andere Garstufe hat, lässt sich tatsächlich einfach an den Kerntemperaturen bestimmen. So gilt:
Die meisten Fleischsorten, insbesondere Geflügel, sollten stets gar verzehrt werden. Eine leicht rosa Färbung im Kern oder am Knochen ist allerdings unbedenklich. Gerade bei Schweinefleisch ist langsames Garen im Ofen auf die gewünschte Temperatur zudem vorteilhaft für die Konsistenz.
Fleisch, das medium well gegart ist, ist nicht an sich gesünder. Du kannst aber ausschliessen, dass es noch Keime gibt, die den Garvorgang überlebt haben. Bei allen Fleischsorten kann es vorkommen, dass trotz aller Vorsicht bei der Herstellung Keime am oder im Fleisch sind. Oftmals ist dies besonders auf Geflügel oder Schwein der Fall, was ebenfalls dafür spricht, hier besser durchzugaren.
Der Unterschied zwischen zwei so verschieden zubereiteten Steaks besteht nicht nur in der Konsistenz. Ist ein Stück Fleisch rare, läuft noch ordentlich Fleischsaft heraus und es gibt kaum eine knusprige Kruste. Fettaugen sind noch hart und teilweise zäh. Bei einem komplett durchgegartem Stück Fleisch ist in der Regel alles recht schnittfest, aussen ist das Steak knuspriger. Allerdings gehen geschmackliche Nuancen durch die Gerinnung der Eiweisse teilweise verloren. Zwischen rare und well done gibt es glücklicherweise noch weitere Zubereitungsarten, die dir schmecken könnten.
Tipps und Tricks zum Thema, wie du ein Steak generell saftig (und warm) halten kannst, gibt es zuhauf. Der wohl einfachste Trick ist aber dieser:
Kochen gehört für viele zu den schönsten Hobbys. Doch die Kunst beginnt nicht erst beim Zusammenstellen der Zutaten oder beim Brutzeln, Schmoren und Backen, sondern schon bei der Vorbereitung und den passenden Utensilien. Ein rutschfestes Schneidebrett und ein scharfes Fleischmesser sind wichtig, wenn Braten, Gulasch oder Filet gelingen sollen. Auf den richtigen Schnitt kommt es an! Wie du beim Aufschneiden vorgehst und was du über Maserung, Fasern und Sehnen wissen musst, erfährst du hier. Richtig geschnitten, wird Fleisch wie Steaks, Tafelspitz und Kalbsschnitzel so zart, wie du sie dir wünschst, und ausserdem macht die Zubereitung einfach mehr Spass!
Pulled Chicken ist ein Liebling der Streetfood-Szene. Durch die Food-Trucks kam kreativeres Fingerfood für das Znüni, die Mittagszeit oder den Apéro. Damit dir die kalorienärmere Variante zum Klassiker Pulled Pork gelingt, brauchst du Zeit. Dabei ist es egal, ob du das Poulet im Slow Cooker, Smoker, Grill oder Backofen zubereitest. Auf die richtigen Zutaten kommt es an: hochwertige Pouletbrust oder -schenkel, Rub (Gewürzmischung), niedrige Temperatur. Das Ergebnis ist so butterzart, dass du es mit der Gabel zerteilst. Du zauberst daraus Fingerfood vom Feinsten. Wir geben dir Tipps, worauf es beim Pulled Chicken ankommt und was du daraus machst.
Fleisch aus der Rinderhüfte ist mager und zart, weist jedoch eine gute Fettmarmorierung auf. Es eignet sich entsprechend hervorragend für gekochte, geschmorte und gegarte Gerichte und wird als Tafelspitz oder Siedfleisch bezeichnet. In Österreich gibt es mit Tafelspitz ein traditionelles Gericht, das in Brühe gegartes Fleisch enthält und mit Apfel- oder Semmelkren serviert wird. Tafelspitz ist aber auch bei anderen Gerichten eine gute Wahl und ergibt einen leckeren Schmorbraten oder zartes Pulled Beef. Alles Wichtige zum Tafelspitz erfährst du hier.
Separatorenfleisch ist eines jener Produkte aus der Lebensmittelindustrie, die nicht unumstritten sind. Von der Fleisch herstellenden und verwertenden Industrie als notwendig, wirtschaftlich und unbedenklich deklariert, sorgt es bei Verbrauchern, Verbraucherschützern und Gesundheitskontrolleuren teilweise für Unbehagen. Deshalb ist das Separatorenfleisch, das eine Art Universalrohstoff für diverse Fleischerzeugnisse darstellt, eines der am meisten regulierten und kontrollierten Produkte in der Lebensmittelindustrie. In der Fleischproduktion ist die Herstellung lange schon Usus. Verbraucher haben allerdings aufgrund der verschiedenen Deklarationen bei Fleischprodukten teilweise Probleme, die Zusammensetzung ihres Produktes zu erkennen. Was Separatorenfleisch gut oder schlecht macht, ist dabei auch eine Frage des eigenen Empfindens.
Mit Hackfleisch lassen sich viele leckere Fleischgerichte, wie Burger Paddies oder Frikadellen, kostengünstig und auf die Schnelle zubereiten. Die Haltbarkeit des empfindlichen Rinder- oder Schweinehacks ist allerdings begrenzt und nicht immer ist genügend Zeit für den Einkauf vorhanden. Alternativ kannst du das Lebensmittel daher einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Um eine Keimbildung zu vermeiden, solltest du beim Auftauen jedoch einiges beachten. Warum das Auftauen im Kühlschrank empfehlenswert ist und welche weiteren Methoden geeignet sind, erfährst du in unserem Ratgeber mit vielen wertvollen Haushaltstipps und Tricks.
Dry aged – wer diese Worte auf der Speisekarte eines Restaurants liest, der darf eine ganz besondere Geschmacksqualität erwarten. Was scheinbar erst in jüngerer Vergangenheit seinen Siegeszug durch die Küchen der Welt angetreten hat, ist in Wahrheit eine seit Jahrhunderten bekannte und genutzte Methode der Fleischreifung von Rindfleisch. „Trocken gealtert“, so die deutsche Übersetzung, klingt zwar nicht annähernd so gut wie dry aged, bezeichnet aber eigentlich ziemlich genau das, was nach der Schlachtung mit dem Fleisch geschieht. Heraus kommt bei der Trockenreifung dann ein Fleisch, das eine besondere geschmackliche Qualität hat und nach dem sich Feinschmecker alle zehn Finger ablecken.