Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Das Wort „Kobe“ bezieht sich auf eine Region in Japan, genauer die Gegend um die Stadt Kobe auf der Insel Honshu. Beim Kobe Fleisch handelt es sich um einen geschützten Begriff, nicht aber um eine spezielle Rinderrasse. Nur japanische Rinderrassen aus der Region rund um die Stadt Kobe dürfen diesen Begriff führen. Das Fleisch selbst stammt von den japanischen Rinderrassen wie den Tajima-Rindern. Den Begriff „Kobe“ verwendet man häufig synonym mit „Wagyu“, was im Japanischen schlicht „japanisches Fleisch“ bedeutet. Wer also Kobe Fleisch essen will, muss es nicht unbedingt aus Japan importieren. Es gibt mittlerweile auch Züchtungen in der EU und anderen Teilen der Welt. In diesem Fall bezeichnet man das Fleisch als Wagyu oder Wagyu Beef. Wagyu ist demnach Kobe Fleisch, das nicht aus Kobe stammt.
Bei den Tajima-Rindern handelt es sich um eine indigene Rinderrasse. Das Rind diente in erster Linie als Arbeitstier und nicht zum Fleischverzehr. Es kam kaum zu Überkreuzungen mit anderen Rinderrassen. Als Japan im 6. Jahrhundert den Buddhismus annahm, war der Fleischkonsum offiziell verboten. Wirklich vegetarisch haben die meisten Japaner nicht gelebt, Geflügel galt als Ausnahme, man jagte noch immer Wild, Hasen und verzehrte vor allem Fisch. Dennoch konnte das japanische Rind aufgrund des Verbotes grösstenteils unter sich bleiben und wurde nicht mit anderen Rinderrassen gekreuzt. Mit der Meiji-Restauration im Jahre 1868 wurde dieses Verbot aufgehoben und man entdeckte das japanische Rind als Delikatesse für sich. Es kam zu Überkreuzungen mit eingeführten europäischen Rinderrassen, woraus diese Unterrassen entstanden:
Am weitesten ist der Japanese Black verbreitet. Er entstand aus Kreuzungen mit Braunvieh, Shorthorn, Devon, Simmental, Ayshire und Holstein. Und es ist diese Rinderart, die offiziell die Bezeichnung Kobe Beef trägt.
Es ranken sich viele Mythen um die japanischen Kobe Steaks, was die Haltung betrifft. Unter anderem sollen die Züchter die Tiere massieren, wie Götter verehren, ihnen klassische Musik vorspielen oder Bier zu trinken geben. Jedoch ist nichts davon wahr. Der einzigartige Geschmack des Kobe Fleischs ergibt sich aus seinem äusserst hohen Fettanteil. Normalerweise kommt das Fett im Fleisch nur vereinzelt und in dicken Strängen vor. Beim Wagyu hingegen ziehen sich feinste Fettadern durch das gesamte Fleisch. Dadurch entsteht ein unvergleichlich zarter Geschmack. Gleichzeitig verfügt dieses Fett über einen sehr hohen Anteil an Omega-3-, Omega-6- und ungesättigten Fettsäuren und ist es äusserst arm an Cholesterin.
Die Haltung spielt ebenfalls eine Rolle. Um in Japan offiziell als Kobe Fleisch zu gelten, muss das Rindtier 32 Monate auf einer von 300 ansässigen Mastfarmen rund um Kobe verbringen. Das sind gut zehn Monate länger als für Rinder üblich. Man zieht sie in kleinen Gruppen auf. Währenddessen füttert man sie mit einer strengen Diät aus Mais, Sojabohnen, Gerste und Reisstroh. Entscheidend ist ausserdem die Marmorierung (Fettanteil). Nur wenn das Fleisch einen BMS (Beef Marbling Standard) von sechs oder höher erreicht, darf man es Kobe Fleisch nennen. Premium-Fleisch zeichnet sich durch einen BMS von acht bis zwölf aus.
In Japan verspeist man Kobe Fleisch in kleineren Mengen. Die Japaner schneiden es in dünne Fleischscheiben und kochen es im Feuertopf: „Shabu shabu“. Ausserdem kommt es im Eintopf „Sukiyaki“ zusammen mit Gemüse, Pilzen oder Nudeln vor. Rindfleisch als Zutat für das Sukiyaki entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert, zuvor waren es Geflügel, Fisch oder Wild. Weiterhin beliebt ist das Grillen von Rindfleisch über Holzkohle.
Aufgrund seines hohen Fettgehalts ist der Verzehr eines kompletten Kobe Steaks, wie man es beim Grillen sonst gewöhnt ist, sehr schwer. Der durchschnittliche Tagesbedarf an Fett liegt bei 70 Gramm. Mit einem 150-Gramm-Steak hast du davon bereits mehr als genug konsumiert. Wagyu-Fleisch aus europäischer Zucht verfügt häufiger über einen erträglichen Anteil an Fett. Trotzdem bleibt das Kobe Fleisch im Geschmacksvergleich einzigartig und ist weder mit Lamm, noch mit einem anderen Tier zu vergleichen. Ein paar Tipps: Kobe geniesst man am besten in kleinen Teilstücken. Abgesehen davon kannst du gerne mit dem Fleisch experimentieren. Alle Arten von Gewürzen und Saucen, Ofen oder Grill, sind erlaubt. Manche machen auch Burger daraus.
Ob mit oder ohne Knochen, das Entrecôte ist besonders saftig. Es eignet sich zum Grillen, Kurzbraten oder zum Niedriggaren. In Japan isst man es gerne in dünnen Stücken mit Sojasauce, Dashi und grüner Zwiebel.
Die Garstufen von Fleisch sind vor allem beim Rindfleisch ein Thema. Viele mögen ihr Steak am liebsten medium well. Diese Variante beschreibt Fleisch, das grösstenteils komplett durchgegart ist, aber noch einen rosa Kern hat. Die Kruste ist gut ausgebildet und es gibt garantiert keinen rohen (oder nicht garen) Fleischanteil mehr. Entscheidend für den Geschmack sind freilich immer die Qualität des Fleischs und daneben auch die Würze sowie die weitere Zubereitung. Auch ein Blick auf die anderen Garstufen von Fleisch lohnt sich in diesem Zusammenhang. Mehr dazu im folgenden Artikel.
In der Schweiz gibt es etwas mehr als 1,5 Millionen Tiere der Rindviehgattung. Davon sind weniger als die Hälfte Kühe. Die Tiere werden entweder zur Milch- oder zur Fleischproduktion und teilweise auch für beides gehalten. Hier erfährst du, welche Rinderrassen es in der Schweiz besonders oft gibt und welche Kuhrassen aus der Schweiz selber stammen. Ausserdem sagen wir dir, worin der Unterschied zwischen Mutterkühen und Milchvieh liegt, was das besondere an den Simmentalern ist und wie viel des in der Schweiz konsumierten Rindfleischs aus der Schweiz selber stammt.
Knusprige Haut und zartes rosa Fleisch – richtig zubereitet, ist eine Entenbrust eine absolute Delikatesse und landet international auf den Tellern der Feinschmecker. In zahlreichen Rezeptsammlungen aus aller Welt findest du Gerichte mit dem leckeren Geflügel. Dabei hat Ente nicht einmal so viele Kalorien. Und die Zubereitung ist relativ einfach und geht schnell – vorausgesetzt du weisst, auf was du achten musst. Hier zeigen wir dir, worauf es beim Kauf von Entenbrust ankommt und wie du sie perfekt anbrätst. Das Ergebnis: Leckeres Fleisch, mager, leicht rosa und voller Saft – einfach zum Reinbeissen gut!
Entrecote ist das Zwischenrippenstück vom Rind, das von Fleischkennern geschätzt und geliebt wird. Egal ob als Braten oder als Steaks serviert: Entrecote ist eine echte Delikatesse, die, mit den richtigen Tricks zubereitet, zart und rosa ist. Das Entrecote kannst du im Sommer auf dem Grill oder im Winter im Backofen zubereiten. Je nach Jahreszeit kannst du weitere Zutaten wie einen frischen Salat oder winterliches Wurzelgemüse dazu reichen. Beachte aber unbedingt einige Tipps, damit deine Rezepte gelingen und das Fleisch nicht zäh wird.
Geschichtlich gesehen zählt das Kochen der Blutwurst zu einem der ältesten Herstellungsverfahren von Wurst. Sogar Homer berichtet schon davon in seiner Odyssee. Anders als bei Leberwurst oder anderen Würsten, wird bei der Blutwurst sogar das Blut des Tieres verarbeitet. Die Bestandteile der Kochwurst sind Schweinefleisch, Blut, Speck, Schwarte und Gewürze. Alternativ wird die Wurst auch als Rot- oder Schwarzwurst bezeichnet. Es empfiehlt sich, frische Blutwurst beim lokalen Fleischer zu kaufen, da du dich hier auf Qualität und Geschmack verlassen kannst.
Früher galt die Theorie, dass ein gutes Steak immer aus den Teilstücken des Rindes geschnitten wird, die wenig bewegt werden, damit es sich zum Braten und Grillen eignet. Das bezog sich darauf, dass Fleisch mit weniger Muskelfasern zarter ist und sich selbst im rohen Zustand kauen lässt. Mittlerweile hat sich die Theorie jedoch geändert. Beliebte Steaksorten sind das Rib Eye oder das Flat Iron Steak. Diese stammen aus Bereichen, die stark vom Tier bewegt werden. Das betrifft Nacken und Schulter, bei denen sich eine gute Fettmarmorierung ergibt, die den Genuss verfeinert.