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Dry Aging ist eine der möglichen Verfahrensweisen, um Rindfleisch für den Verzehr vorzubereiten. Bei dieser Methode wird das Fleisch des Tieres nach der Schlachtung für mehrere Wochen bei kontrolliertem Klima am Knochen an einem Haken aufgehängt. Durch den Kontakt mit der Luft kann die im Fleisch enthaltene Flüssigkeit nach und nach verdampfen. Im Gegensatz dazu wird Fleisch beim Nassreifen in Teilstücken in einem Vakuumbeutel aufbewahrt, sodass es in seinem eigenen Saft reifen kann. Dieses Verfahren geht schneller und ist daher die weiter verbreitete Art des Reifens.
Wenn das Fleisch dry aged ist, dann ist die Flüssigkeit in seinem Inneren im Laufe der Zeit langsam ausgetreten und verdunstet. Dieser Prozess bewirkt eine Konzentration des Geschmacks im Fleisch, der die Herzen von Steakfreunden höher schlagen lässt. Sowohl den Geschmack als auch das Aroma kannst du deutlich von den Produkten anderer Arten der Fleischreifung unterscheiden. Darüber hinaus bietet die trockene Art der Fleischreifung noch einen weiteren Vorteil. Durch das Abhängen des Fleischs an der Luft sorgen Enzyme dafür, dass das Rindfleisch zarter wird und sich später einfacher zerteilen lässt.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen müssen für das dry aged-Verfahren einige Teilstücke zuvor abgetrennt werden, weil nur das hochwertigste Fleisch für den Prozess genutzt werden kann. In den Teilen mit der höchsten Fleischqualität ist das Fett gleichmässig verteilt, was für das Dry Aging sehr bedeutsam ist. Zum anderen dauert es einfach deutlich länger, bis das Wasser verdunstet und das Fleisch wirklich dry aged ist; der Vorgang erfordert also mehr Zeit und Arbeit. Die Preise für dry aged Steaks sind aus diesem Grund in der Regel höher als bei anderen Reifearten.
Das Prinzip der Trockenreifung am Knochen lässt sich prinzipiell auch auf andere Fleischarten übertragen, Trotzdem findet man auch in guten Restaurants nur selten dry aged Steaks anderer Art als vom Rind. Das liegt daran, dass Rindfleisch allgemein unempfindlicher ist als beispielsweise Lamm oder Geflügel, wo schon bei kleinsten Veränderungen der Temperatur eine Schimmelbildung erfolgen kann. Zudem ist die Masse des Rindfleischs höher. Wenn das dry aged Verfahren beendet ist, muss der Metzger vom Fleisch nämlich noch ein gutes Stück aussen abtrennen, wo sich Pilze gebildet haben.
Bei der Produktion von hochwertigen dry aged Steaks sind vor allem die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit entscheidend. Der Reifeprozess findet bei etwa einem Grad Celsius statt, also knapp über dem Gefrierpunkt. Dabei sollte die Luftfeuchtigkeit während des gesamten Prozesses konstant bei 60 Prozent liegen. Vor der Zubereitung in der Pfanne oder auf dem Grill sollte dry aged Rindfleisch mindestens drei Wochen trockengereift sein, einige Tage mehr sind kein Problem. Allerdings lässt sich auch bei noch längerer Trockenreifung kein besserer Ergebnis mehr erreichen als nach etwa drei bis vier Wochen.
Dry aged Steaks gelten auf Grund ihrer Fleischqualität als die besten Steaks der Welt. Das ändert sich nicht, egal, welche Zubereitungsart man wählt. Bei beiden Methoden sollte man aber behutsam vorgehen. Einer der gängigsten Tipps lautet, das Fleisch etwa eine gute halbe Stunden vor dem Grillen oder Garen in der Pfanne aus der Kühlung zu nehmen, damit es sich entfalten kann. Darüber hinaus sollte das Fleisch trockengetupft werden. Für die Zubereitung braucht man dann eigentlich keine Rezepte, denn das Aroma von dry aged Fleisch ist seine grösste Stärke. Etwas Salz gehört aber an jedes Steak, dieses sollte etwa 15 Minuten vor der Zubereitung in Pfanne oder Grill aufgetragen werden.
Es gibt im Fachhandel heute einige Reifeschränke, die das dry aged Verfahren auch in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Diese sind allerdings recht kostspielig und nicht weit verbreitet. Ohne so eine professionelle Ausstattung allerdings ist Dry Aging im eigenen Zuhause kaum möglich. Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen absolut konstant bleiben, was sich ausserhalb eines Reifeschranks kaum machen lässt.
Gut Ding will Weile haben – das gilt auch für das Kochen. Denn ein mit Liebe zubereitetes Essen bedeutet puren Genuss und ist weit mehr als nur blosse Nahrungsaufnahme. Die meisten von uns haben zu Hause ein altes Rezeptbuch von der Grossmutter – oder vielleicht sogar der Urgrossmutter – und hüten es wie einen wertvollen Familienschatz. Mit diesen überlieferten Rezepten verbinden wir oft schöne Kindheitserinnerungen. Du möchtest so eine Erinnerung gerne wieder einmal wachrufen? Ein wunderbares Rezept für ein Essen im Kreise der Familie ist der Tessinerbraten. Du wirst sehen – dieses herrliche Gericht ist jeden Aufwand wert!
Sous Vide Garen ist eine besonders schonende Zubereitung von Fleisch. Der Grund: Die Speisen werden bei Temperaturen von weniger als 100 Grad Celsius zubereitet und bleiben so besonders saftig. Natürlich kannst du auch Fisch und Gemüse auf diese Weise zubereiten. Alles was du benötigst, ist ein Vakuumbeutel. Sous Vide Geräte gibt es in der gehobenen Küche schon seit Längerem, für den Hausgebrauch waren sie aber lange Zeit zu teuer. Mittlerweile schwärmen auch Hobbyköche von der Zubereitungsart sous vide.
Fleisch gehört nach wie vor zu den beliebtesten Lebensmitteln der Schweizer und wird in vielen Varianten gerne und häufig verziert. Wenn du spontan Fleisch zubereiten willst, hast du die Möglichkeit es vorher einzufrieren und es bei Bedarf wieder aufzutauen. Welche Methoden es gibt, um Fleisch schonend aufzutauen und worauf du dabei unbedingt achten solltest, erklären wir dir in unserem ausführlichen Ratgeber mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks rund um das Thema Fleisch Auftauen.
Wer vom Schwarzwald spricht, denkt automatisch auch an Schwarzwälder Schinken. Der gepökelte und geräucherte Rohschinken aus der Schweinekeule ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und gehört zu den beliebtesten Fleisch- und Wurstspezialitäten überhaupt. Er überzeugt durch seine erstklassige Qualität und einen einzigartigen Geschmack, der je nach Metzgerei und Gewürzmischung ein wenig variieren kann. Eine traditionelle Schwarzwälder Vesperplatte wäre ohne diesen Klassiker einfach nicht denkbar. Kenner geniessen ihn am liebsten pur oder mit einem frischen, kräftigen Bauernbrot.
Einige regionale Spezialitäten gibt es seit vielen Jahrhunderten. Die Rezepte zur Herstellung werden von Generation zu Generation weitergegeben und werden noch heute mit viel Liebe in Köstlichkeiten umgesetzt. Die Geschichte dieser Produkte ist meist verbunden mit der Geschichte der Region, aus der sie stammen. Eine dieser kulinarischen Leckereien ist die Engadiner Wurst. Sie ist eine Brühwurst, die schon seit vielen Jahren vor allem im Kanton Graubünden produziert und konsumiert wird. Aus dem Kanton Graubünden stammen also noch andere Fleisch-Spezialitäten als Bündner Fleisch, das bekannte Trockenfleisch.
Durch Lufttrocknung lassen sich Fleisch und Fisch über einen langen Zeitraum konservieren. Das so genannte Dörrfleisch wird im klassischen Verfahren durch Lufttrocknung gewonnen. Es wird zumeist aus rohem oder erhitztem Rindfleisch gewonnen und spielt in der Küche vieler Regionen eine wichtige Rolle. In der Schweizer Gastronomie sind Bündnerfleisch und Walliser Fleisch bekannte Spezialitäten. Sie gelten nicht nur als schmackhaft, sondern auch als gesund. Im Folgenden erfährst du mehr über die Herstellung und Zubereitung von Trockenfleisch und verwandten Produkten.