Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Wurstsorten, die aus rohen Zutaten hergestellt und anschliessend gegart werden, bezeichnet man als Brühwurst. Mit diesem Verfahren werden die meisten Wurstwaren in der Schweiz und in Europa hergestellt. Das Garen geschieht, indem die Wurstwaren aus Kaltfleisch gebrüht werden. Die Hitze dient dazu, das Fleisch haltbar zu machen und ihm eine feste Konsistenz zu geben. Meist besteht Brühwurst zur Hälfte aus magerem Fleisch, zu einem Viertel aus Speck und einem weiteren Viertel aus Wasser. Schweinefleisch und Rindfleisch sind die beliebtesten Fleischsorten, doch wird auch Geflügel, Wild oder Schaf verwendet. Gewürze und Salz variieren bei den verschiedenen Wurstsorten. In der industriellen Produktion werden oft noch Phosphate, Ascorbinsäure und Konservierungsmittel zugesetzt.
Innerhalb der Warengruppe der Brühwurst gibt es verschiedene Wurstsorten:
Für die Produktion von Brühwurst wird immer rohes Fleisch verwendet. Dieses wird mit Wasser oder Eis aufgeschlossen und anschliessend gebrüht. Durch die Hitze, also das Brühen (auch Backen oder Braten ist möglich) gerinnt das Muskeleiweiss im Fleisch. Die Wurstwaren bekommen durch das Backen oder Brühen Festigkeit, ausserdem macht sie das Verfahren haltbar. Die Verwendung von Hitze unterscheidet die Brüh- von der Rohwurst, bei der keine Hitzeeinwirkung genutzt wird. Auch die Kochwurst wird anders hergestellt: Hier wird der grösste Teil des Wurstbräts schon vor der eigentlichen Verwurstung gegart.
Je nachdem, welche Wurstsorte du wählst, werden unterschiedliche Därme verwendet. So gibt es Lyoner im Kunstdarm, Würste zum Braten werden oft in Naturdarm abgefüllt. Das beliebte Adrio wird gar nicht in Darm abgefüllt, sondern mit einen Schweinenetz umwickelt. Für Salsiccia wird meistens ein Naturdarm vom Schwein oder vom Hammel verwendet. Für Brühwurst generell eignen sich zum Beispiel Fettende beziehungsweise Fettdarm vom Rind, der Saitling vom Schaf oder die Hammelkappe.
Je nach Wurstsorte unterscheidet sich das Verfahren der Zubereitung. Die Brühwurst erlangt, so die Faustregel, bei rund 68 Grad ihre nötige Konsistenz. Für ein Kilo Fleischmasse, aus dem Lyoner gefertigt wird, sind zum Beispiel eine Stunde bei rund 75 bis 78 Grad Brühen nötig. Anschliessend wird die Wurst schnell abgekühlt oder abgeschreckt. Der Leberkäse wird auf etwa 68 Grad Kerntemperatur gebraucht, dann ist er fertig. Rezepte für die verschiedenen Brühwürste gibt es viele: Hier findest du Tipps zur richtigen Länge der Brühzeit.
Das Verfahren der Brühwurstherstellung hat eine lange Tradition. Früher wurde Brühwurst so bald wie möglich nach der Schlachtung hergestellt: dann nämlich, wenn das Fleisch noch ein hohes Wasserverbindungsvermögen hat. Das ist wichtig für die Konsistenz der fertigen Wurst. Heute wird lieber gekühltes und gereiftes Fleisch verwendet. Dieses hat einen niedrigeren pH-Wert und kann nur noch wenig Wasser binden. Deshalb werden Kutterhilfsmittel zugegeben, um die nötige feste Konsistenz zu erreichen. Sie bestehen aus Natrium- und Kaliumverbindungen von Essig-, Wein- oder Milchsäuren oder einer Verbindung von Diphosphorsäure. Genau wie in den traditionellen Verfahren kannst du also auf Kutter verzichten, wenn das Fleisch quasi „schlachtwarm“ sofort verarbeitet wird.
Wie lange eine Brühwurst sich hält, hängt vor allem von der Temperatur bei ihrer Lagerung ab, ausserdem davon, wie lange und heiss die Brühtemperatur während der Produktion war. Ein frisch hergestellter Leberkäse hält nicht länger als vierundzwanzig Stunden. Die idealen Lagertemperaturen für Brühwurst liegen zwischen null und zwei Grad, weil sich dann Lebensmittel vergiftende Mikroorganismen in der Wurst nicht vermehren. Bei einer Lagerung bis zu sieben Grad kann die Brühwurst etwa einen Tag lang aufbewahrt werden. Bratwurst, die tiefgefroren wird, hält sich auch über einen längeren Zeitraum.
Zu den unterschiedlichen Wurstwaren passen ganz verschiedene Beilagen. Während das Wienerli traditionell gern mit Kartoffelpüree gegessen wird, serviert man zum Beispiel den Leberkäse mit Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat. Die Lyoner macht sich gut auf einem Vollkornbrot, genau wie die Cervelat-Scheibe. Zur Salsiccia schmeckt Grillgemüse wie Zucchini oder Paprika, aber auch Pasta und Tomaten. Eine herbstliche Gemüsesuppe kannst du mit der Salsiccia und vielen anderen Brühwurst-Sorten herzhaft aufpeppen.
Gut Ding will Weile haben – das gilt auch für das Kochen. Denn ein mit Liebe zubereitetes Essen bedeutet puren Genuss und ist weit mehr als nur blosse Nahrungsaufnahme. Die meisten von uns haben zu Hause ein altes Rezeptbuch von der Grossmutter – oder vielleicht sogar der Urgrossmutter – und hüten es wie einen wertvollen Familienschatz. Mit diesen überlieferten Rezepten verbinden wir oft schöne Kindheitserinnerungen. Du möchtest so eine Erinnerung gerne wieder einmal wachrufen? Ein wunderbares Rezept für ein Essen im Kreise der Familie ist der Tessinerbraten. Du wirst sehen – dieses herrliche Gericht ist jeden Aufwand wert!
In den letzten Jahren herrscht Bewegung auf dem Schweizer Fleischmarkt. Genau wie der Milchpreis und der Milchkonsum, ist auch die Fleischbranche neuen Entwicklungen ausgesetzt. Doch: Wie viel Fleisch essen wir eigentlich, welche Tiere verkaufen sich am besten auf dem Markt und was sagen die Statistiken? Wir schauen uns häufige Fragen rund um den Fleischkonsum in der Schweiz einmal näher an.
Du suchst ein klassisches Rezept für deine Gäste oder den perfekten Sonntagsbraten? Dann bist du mit einem Rinderbraten auf der sicheren Seite. Serviert mit Knödeln und Rotkohl, ist ein saftiger Rinderbraten das perfekte Essen. Natürlich gibt es unzählige Rezepte und Saucenvarianten. In der Regel wird der Rinderbraten zuerst scharf angebraten und dann im Backofen zu Ende geschmort. Dabei ist es wichtig, dass du die Kerntemperatur des Rinderbratens beachtest. Nur dann wird dein Fleisch zart und nicht zäh.
Für einen leckeren Hackbraten, für Frikadellen oder Spaghetti Bolognese benötigst du als wichtige Zutat Hackfleisch. Wer kein frisches Hack zur Hand hat, kann auch auf Tiefgefrorenes zurückgreifen. Beim Einfrieren und Auftauen des empfindlichen Fleisches können jedoch einige Fehler passieren. In unserem Ratgeber geben wir dir hilfreiche Tipps, wie du Hackfleisch richtig einfrierst und es wieder auftaust. Ausserdem erfährst du, wie lange sich Hackfleisch im Tiefkühlfach hält und was du beim Einfrieren von bereits gegartem Hack beachten solltest.
Dauerwurst kommt bei der Mehrzahl der Verbraucher täglich auf den Tisch. Besonders die Salami hat es Jung und Alt angetan. Ihr aromatischer Geschmack stellt eine Abwechslung dar. Zudem ist sie nicht besonders empfindlich. Die Herkunft der Dauerwurst ist indes vielfältig. Ausländische wie inländische Produkte eröffnen Gaumenfreuden. Metzgereien haben eigene Rezepte entwickelt und geben sie über Generationen weiter. Mit Gewürzen und Mischungsverhältnissen setzen sie ganz eigene Akzente. Dauerwurst liefert zudem wichtige Nährstoffe. Allerdings gilt für alle Lebensmittelprodukte: Ein massvoller Konsum ist der Weg zu einem gesunden Leben. Deshalb dürfen Fisch, Obst und Co. auf dem Speiseplan nicht fehlen.
Wie gelingt das perfekte Steak? Ein Steak, das genau auf den Punkt gebraten ist und ohne viele Zutaten so fantastisch schmeckt, dass es auch ein Sternekoch kaum besser hinbekommen könnte? Diese Frage stellt sich wohl jeder Gourmet und ambitionierte Hobbykoch, der gerne Fleisch ist. Das Wichtigste ist natürlich eine hochwertige Fleischqualität, die du in einer guten Metzgerei findest. Aber ebenso wichtig ist die Zubereitung. Damit dir Steaks perfekt gelingen, haben wir hier für dich alles Wissenswerte zusammengestellt. Der erste unserer Tipps: Unvergleichlich zart wird das Fleisch, wenn du die Steaks im Ofen zubereitest.