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Fett weg durch Fett einfrieren – mit der Kältebehandlung Problemzonen entfernen

Fett weg durch Fett einfrieren – mit der Kältebehandlung Problemzonen entfernen

Lästiges Bauchfett oder ein unschönes Doppelkinn – manche Menschen schrecken vor einem Blick in den Spiegel zurück. Hast du auch schon unzählige Diäten ausprobiert, aber manchen Fettpolstern ist einfach nicht beizukommen? Aus der Verzweiflung heraus haben sich viele Menschen mit Hilfe einer Fettabsaugung das Körperfett an bestimmten Stellen operativ entfernen lassen. Ein neuer Trend aus den USA scheint aber wesentlich risikofreier zu sein. Die Kältebehandlung oder auch Kryolipolyse ist eine nichtinvasive Alternative, die deine Fettpölsterchen schmelzen lässt. Hier erfährst du, wie diese Therapie funktioniert, wie eine Behandlung abläuft und für wen sie in Frage kommt.

Woher kommt die Therapie gegen Fettpölsterchen und Bauchfett?

Die Kryolipolyse wurde von zwei amerikanischen Dermatologen entwickelt und ist seit 2010 von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen. Das Verfahren wird mit einer speziellen Apparatur durchgeführt und ist eine schonende Methode, unerwünschte Fettpölsterchen an unterschiedlichen Körperstellen zu entfernen.

Wie läuft eine Kryolipolyse-Behandlung ab?

Bei einem Gespräch im Vorfeld mit dem Facharzt werden Grenzen und Möglichkeiten der Therapie erklärt. Bei der Behandlung an sich trägt der Arzt zuerst ein Kälteschutz-Gel auf die zu behandelnde Stelle mit Fettgewebe auf. Dies dient dem Schutz der Haut bei der Kühlung, damit sie nicht unter den tiefen Temperaturen leidet. Danach wird der Kühlapplikator an die Stelle angelegt und saugt sich durch Unterdruck an. Die Behandlungsstelle wird für etwa eine Stunde auf Temperaturen bis in den Minusbereich heruntergekühlt. Diese Abkühlung erfolgt schrittweise und kontrolliert.

Was passiert bei der Anwendung mit den Fettzellen?

Die Kältewirkung aus dem Kühlapplikator anzieht den Fettzellen ihre Energie. Der Stoffwechsel der Fettzellen kommt zum Erliegen und sie sterben ab. Nachdem das Gerät abgenommen wurde, muss der entstandene Wulst wegmassiert werden. Der Therapeut zerdrückt die abgestorbenen Fettzellen und massiert sie in das gesunde Fettgewebe ein. Dadurch erfolgt der Abbau der abgestorbenen Zellen über das Lymphsystem und die Blutgefässe. Die abgestorbenen Zellen werden sukzessive abtransportiert.

Welche Vorteile hat die Kryolipolyse im Vergleich zur Fettabsaugung?

Während bei einer Fettabsaugung eine Operation mit vielen Risiken notwendig ist, verursacht die Kryolipolyse vergleichsweise wenig Schmerzen und kann zu den schonenden Methoden gezählt werden, um lästige Fettpölsterchen und Bauchfett zu entfernen. Das Einfrieren der Fettpölsterchen kommt zudem ohne Betäubung aus. Der Patient ist nach der Anwendung sofort wieder einsatzbereit und kann unmittelbar danach zur Arbeit gehen oder auch Sport treiben. Umliegendes Gewebe, Nerven und Muskeln werden durch die Kühlung nicht beeinträchtigt oder verletzt. Zudem kommt bilden sich unter der Haut keine Narben. Für deine Gesundheit insgesamt bestehen dadurch deutlich weniger Risiken und Nebenwirkungen als bei der invasiven Methode der Fettabsaugung. Allerdings können mit diesem Verfahren nur relativ kleine Fettbereiche entfernt werden und es dauert etwas länger, bis das Ergebnis sichtbar ist.

Nach wie vielen Anwendungen sieht man den Erfolg?

Ab wann das Ergebnis der Fettreduzierung sichtbar ist, hängt von deinem individuellen Stoffwechsel ab. Das Lymphsystem transportiert die zerstörten Fettzellen ab. In der Leber werden sie dann schrittweise abgebaut. Eine Behandlung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten und muss je nach Einzelfall mehrere Male mit einigem Abstand wiederholt werden. Insgesamt solltest du mit sechs bis zwölf Wochen für eine Behandlung rechnen. Nach etwa zwei bis vier Monaten ist laut klinischen Studien die Reduzierung der Fettpolster sichtbar. Die Ergebnisse sind allerdings langanhaltend – vorausgesetzt, du ernährst dich bewusst und treibst viel Sport. Logischerweise musst du selbst den Aufbau weiterer Fettpolster verhindern.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Auch wenn die Kältetherapie grundsätzlich als unbedenklich gilt, können während und nach der Behandlung leichte Nebenwirkungen durch die Kälteeinwirkung auftreten. Das Verfahren sollte deshalb von einem Facharzt durchgeführt werden. Dies gewährleistet ausserdem, dass ausschliesslich mit zertifizierten und in der Schweiz und in der EU zugelassenen Geräten therapiert wird. Sprich zudem unbedingt vor einer Behandlung mit deinem Hausarzt, ob du für diese Therapieform geeignet bist, da es einige Kontraindikationen gibt.

Während der Therapie können im Behandlungsbereich unangenehme Empfindungen auftreten, die meist nachlassen, wenn die Körperstelle taub wird. Dazu gehören

  • intensives Kältegefühl
  • Stechen oder Zwicken
  • leichtes Druckgefühl
  • Kribbeln
  • Brennen
  • Muskelschmerzen
  • Juckreiz
  • Krämpfe

Typischen Nebenwirkungen nach der Behandlung sind:

  • Rötungen
  • Hautverfärbungen
  • Blutergüsse und Schwellungen
  • Verhärtungen
  • Taubheitsgefühle (bis zu mehreren Wochen)
  • Krämpfe
  • Schmerzempfindlichkeit

In seltenen Fällen können auch schwerere Nebenwirkungen einsetzen. Diese treten aber vor allem auf, wenn unsachgemässe Geräte eingesetzt werden:

  • Kaltverbrennung
  • dauerhafte Hautveränderungen
  • Hernie (Bruch)

Ist die Kältebehandlung für jeden geeignet?

Es muss im Vorfeld genau geprüft werden, ob du für eine Kältebehandlung geeignet bist. Nicht für jeden, der an Übergewicht leidet, eignet sich die Therapie. Ein Ausschlusskriterium ist beispielsweise starke Fettleibigkeit. Zudem dürfen Patienten mit internistischen Erkrankungen, Schwangere, Patienten mit Haut- oder Gefässerkrankungen nicht therapiert werden.

Folgende Voraussetzungen musst du mitbringen:

  • Die Körperbereiche mit zu viel Fett sollten an Stellen wie Hüfte, Gesäss, Bauch oder Oberschenkel liegen und nicht zu grossflächig sein.
  • Der Body-Mass-Index (BMI) sollte nicht über 30 liegen.

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